Wie wird eigentlich…Weißwein hergestellt?

Nachdem die Trauben entrappt wurden (= das Ablösen der Beeren vom Stielgerüst), werden sie in einer Mühle zerdrückt, wobei ein dickflüssiges Gemisch aus Most, Schalen, Fruchtfleisch und Kernen entsteht. Dieses ist die Maische. Für etwa sechs Stunden wird sie sich dann selbst überlassen, wobei ein Prozess in Gang gesetzt wird, bei dem Stoffe aus den einzelnen Bestandteilen gelöst werden, die später über Geschmack, Struktur und Haltbarkeit des Weins entscheiden. Danach wird die Maische in der Kelter ausgepresst und der flüssige Anteil (Most) und die festen Stoffe (Trester) getrennt. Der Most wird nun geschwefelt (meist durch das Einleiten von Schwefeldioxid), um unerwünschte Begleiterscheinungen zu verhindern (Oxidation, Bräunung des Weins, Verderb durch Milchsäure- oder Essigsäurebakterien etc.). 

Anschließend findet die Gärung statt. Durch den Zusatz spezieller Hefen wird der im Most enthaltene Zucker in Alkohol umgewandelt, und je nach „Mostgewicht“ (Einheit zur Bestimmung des Fruchtzuckergehalts) entstehen dabei Weine mit einem Alkoholgehalt bis zu 15%. Nachdem die Hefen ihre Arbeit verrichtet haben, wird der Wein vom Bodensatz abgepumpt und zur Reifung in größere oder kleinere Tanks überführt. Das können große Stahltanks sein, aber auch Holzfässer oder Betonbecken (besonders in Spanien gebräuchlich). Der Ausbau in kleinen Holzfässern (Barriques o.ä.) verleiht bestimmten Weinen ihren typischen Charakter, wofür sich besonders Chardonnay und andere Burgundersorten (Weißburgunder, Grauburgunder) eignen. 

Quelle: https://fornara.de