Riesling – Der Weißwein-Klassiker

Wenn man nach DER deutschen Rebsorte fragt, wird die Antwort immer „Riesling“ lauten. Seit mehr als 600 Jahren lässt sie sich in Deutschland nachweisen – ihre heutige Bedeutung hat sie aber erst im letzten Jahrhundert erhalten. Zur Zeit sind etwas mehr als 20% der gesamten Rebflächen mit Riesling bepflanzt – weltweit sind dies fast 45% des gesamten Vorkommens.

Die Rieslingrebe ist prädestiniert für den Weinbau in etwas kühleren Regionen, wobei die besten Ergebnisse auf wärmespeichernden, steinigen Steillagen erzielt werden. Das macht sie zum idealen Besatz in engen Flusstälern, die wir an Mosel, Saar und Ruwer vorfinden, an Rhein und Main, an der Ahr, Nahe, Lahn und Elbe.

Der spät reifende Riesling zählt zu den absoluten Spitzengewächsen und genießt bei Weinkennern in aller Welt höchstes Ansehen. Die Bandbreite seiner Qualität(en) ist sehr groß, wobei die rassig-lebendigen, mineralischen, frisch-fruchtigen und eleganten Gewächse rund um den Rhein und seine Nebenflüsse die begehrtesten sind. Je nach Standort und Säurestruktur hat der Riesling ein großes Reifepotenzial, so dass manche Weine durchaus erst nach 5-10 Jahren ihren Höhepunkt erreichen. Dabei zeigt er oft seine unnachahmliche Fähigkeit, die Eigenschaften seiner Herkunftslage so prägnant widerzuspiegeln wie keine andere Rebsorte.

Das feine Spiel von Frucht und Säure lässt aus Riesling in manchen Jahren und aus manchen Lagen exzellente Süßweine entstehen, die den berühmten und teuren Sauternes-Weinen aus Bordeaux nicht nachstehen. Auch zur Bereitung hochwertiger Schaumweine ist der Riesling hervorragend geeignet. Ein hochwertiger Riesling-Jahrgangssekt kann durchaus eine herrliche und meist preiswertere Alternative zu vielen Champagnern sein.

Quelle: https://fornara.dea