Regional statt Superfood

Spätestens seit ein paar Jahren sind sie in aller Munde: die “Superfoods”. Was ist das eigentlich? Superfoods sind vorallem exotische Lebensmittel, die als besonders nährstoffreiche bezeichnet werden. Sie haben z.B. besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralstoffe oder wertvolle Fettsäuren. Dazu zählen beispielsweise die brasilianische Açaí-Beere, Goji-Beeren, Chia-Samen, Quinoa, und und und …

Doch in Zeiten der Klima-Krise muss man sich auch Gedanken über den ökologischen Fußabdruck unserer täglichen Lebensmittel machen. Der Avocado-Trend zum Beispiel: Mehr als 5 Millionen Tonnen Avocados sind weltweit pro Jahr in den letzten 3 Jahren geerntet worden. Danach werden sie zu uns nach Deutschland und in andere Regionen exportiert. Für den Anbau der Avocadoplantagen müssen immer mehr Pinienwälder weichen. Rund 1000 Liter Wasser sind nötig, um 1 Kilo Avocados zu produzieren. Dieses Beispiel allein regt zum bewussteren Einkauf und der Auswahl unserer Lebensmittel an.

Deswegen lohnt es sich oft, auch mal regional und lokal zu suchen. Wir haben euch die besten lokalen “Superfood”-Alternativen aus der Region rausgesucht.

Blaubeeren statt Goji- oder Açaí-Beeren

Ob nun die Goji-Beeren aus Asien oder die Açaí-Beere aus Brasilien – beide haben einen langen Weg zu uns nach Deutschland. Doch auch hierzulande haben wir tolle Alternativen dazu: Zum Beispiel die Blaubeere. Sie ist beispielsweise reicher an Vitamin C als die Açaí-Beere und hängt ihr auch nicht in punto Vitamin A, E und antioxidative Effizienz nach. Auch preislich ist sie im Vergleich zu den Goji- und Açaí-Beeren unschlagbar. Zwar fehlt hier im Gegensatz zur Goji-Beere das Vitamin C, jedoch lohnt sich der Griff zur Alternative alleine der Umwelt zur Liebe.

LEINSAMEN STATT CHIA-SAMEN

Chia-Samen erleben gerade einen richtigen Boom – aus dem Mülsi oder der “Smoothie”-Bowl kaum noch wegzudenken. Das liegt vorallem an dem bunten Mix an Nährstoffen: Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe und Eiweiß. Doch viel günstiger und regional liegen hierbei die Leinsamen, die die selbsen Inhaltsstoffe ausweisen können, wenn doch in anderer Gewichtung. Besonders Veganer, die täglich Omega-3-Fettsäuren einnehmen sollten, können mit Leinsamen eine günstige und regionale, aber nicht weniger schmackhafte Alternative erwarten.

HIRSE STATT QUINOA

Unter der Überkategorie “Supergrains” bleiben auch die Getreidesorten nicht vom “Super-“Trend verschont. Das aus Südamerika stammende “Quinoa” bietet dabei hohen Proteingehalt und ist besonders interessant für Allergiker, da es glutenfrei ist. Doch lässt sich nicht auch beim heimischen Getreide eine Alternative finden? Möglich wäre hier Hirse – sie ist reich an Zink und Eisen und ebenfalls glutenfrei.

WALNÜSSE STATT AVOCADO

Zuguterletzt kommen wir zurück zur “Umweltsünde” Avocado – hier ist geschmacklich nur sehr schwer eine Alternative zu finden. Inhaltlich sind Avocados jedoch oft wegen ihren ungesättigten Fettsäuren angepriesen, dadurch stärken sie das Herz-Kreislaufsystem. Diese ungesättigten Fettsäuren gibt es jedoch auch bei uns, und zwar in Nüssen. Vorallem Walnüsse, die sogar einen höheren Gehalt aufweisen als die Avocado. Sie sind außerdem ganzjährig regional zu kaufen und können lange gelagert werden.