Pseudogetreide

Der Trend weg von Weizen und anderen glutenhaltigen Getreiden nimmt immer mehr zu. Dafür werden sogenannte Pseudogetreide wie Amaranth, Quinoa und Buchweizen populärer.

Bei Pseudogetreiden handelt es sich um Körner, die ähnlich wie übliches Getreide verwendet werden können. Sie enthalten kein Gluten, sodass sie auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet sind. Außerdem besitzen sie mehr Proteine und Ballaststoffe und können beispielsweise bei einer pflanzlichen Ernährung als wichtige Proteinquelle genutzt werden. Die Körner eignen sich auch für Menschen, die Probleme mit ihrem Blutzuckerspiegel haben, da ihr Kohlenhydratanteil niedrig ist und sich somit weniger stark auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.

Allerdings besitzen die Pseudogetreide keine Eigenbackfähigkeit, das heißt nur mit speziellen Rezepten lassen sie sich zu Brot verarbeiten. Ein weiterer Nachteil der Pseudogetreide ist, dass sie keine heimischen Pflanzen sind. Gegenüber den heimischen Kulturpflanzen sind die Körner nicht konkurrenzfähig und durchschwankende Ernte auch unsicher für die Landwirte.

Als glutenfreie und kohlenhydratarme Alternative zu heimischen Getreidesorten eignen sich Quinoa, Buchweizen und Amaranth, allerdings sollte dabei auch auf Verwendungsmöglichkeiten und Nachhaltigkeit geachtet werden. Bis sich die Körner also vollkommen in unserer Esskultur durchsetzen wird es noch etwas dauern, doch in Zukunft kann man durchaus mit einer beinahe vollkommenen Umstellung auf sie rechnen.