Mensch vs. Roboter – Wie sieht die (Gastro-) Küche der Zukunft aus?

Wenn man von Gebrauch von Maschinen und Robotern hört, denken die meisten sofort an die Automobilindustrie. Aber was ist, wenn wir euch erzählen, dass dies schon längst nicht mehr die einzige Branche ist, bei der die Automatisierung und der Einsatz von Robotern und Maschinen zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Denn auch in der Gastronomie finden viele technische Geräte ihre Verwendung auf verschiedenste Art und Weise. Die kleine Küchenmaschine ist nichts Neues für uns, ist sie doch ein angenehmes Helferchen, Zutaten zu vermischen oder aufzuschlagen, während wir uns bereits mit etwas Anderem beschäftigen. Wovon aber in letzter Zeit immer mal wieder die Rede ist, sind sogenannte Kochroboter.

Kochroboter, wie soll das Ganze denn aussehen? „Moley“ von dem Londoner Unternehmen Moley Robotics hat hierfür bereits 2015 bereits einen beeindruckenden Start hingelegt. Der Kochroboter kann mit seinen beiden gelenkigen Greifarmen, welche sich auf einer Schiene über dem Kochfeld hin und her bewegen können, schon so Einiges verrichten. Von Schneiden, Rühren und dem Kontrollieren der Temperatur kann er über 2000 Gerichte abspeichern. Aber nicht nur das, auch Spülen und Aufräumen ist kein Problem für ihn. Aktiviert man seine Aufnahmefunktion, kann er sogar wie ein richtiger „Azubi“ dem Profi über die Schulter schauen, um danach Spezialitäten des Hauses punktgenau selbst nachzukochen. Heißt es aber nun, dass der Mensch nur zur Aufsichtsperson degradiert wird?

Wir meinen Nein. Klar, so ein Gerät ist schon was Feines, aber es ersetzt nicht einen der Kernpunkte der Gastronomie: Der menschliche Kontakt. Der Faktor Mensch hat in der Gastronomie und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Sowohl in der Küche als auch im Service. Neben Speisen und Getränken macht die Begegnung von Mensch zu Mensch einen großen Knackpunkt aus und das auch zwischen Gast und Küche. Nicht ohne Grund sind offene Küchen oder Kochstationen so beliebt geworden. Sie sorgen für genau das richtige Ambiente. Und seien wir mal ehrlich – die Dinger sind einfach nur teuer.

Also welches Fazit kann man ziehen? Mensch vs. Roboter? – wohl eher nicht. Für uns sieht die Zukunft so aus, dass Systeme und Maschinen den Profi so ergänzen und unterstützen können. Dadurch bleibt Diesem mehr Raum und Zeit für kreatives Arbeiten und Tätigkeiten, welche besonders komplex, echtes Feinspitzengefühl und eine gute Zunge zum Abschmecken benötigen.