Happy Food für gute Laune

Solche Tage kennt jeder: Nichts geht leicht von der Hand. Man quält sich geradezu von Stunde zu Stunde und wartet sehnsüchtig auf den Abend. Gegen das Leistungstief kannst du aber ganz leicht etwas unternehmen! Das Zauberwort heißt „essen“ und zwar das Richtige. Sogenanntes „Happy Food“ macht superschnell gute Laune. 

Wie werden wir glücklich?

Diese Frage hat die Wissenschaft für uns geklärt. Sie fand heraus, dass Serotonin, das Glückshormon, dann ausgeschüttet wird, wenn die Insulinproduktion im Körper angeregt wird. Hier der Ernährungsfahrplan, der fröhlich macht.

Wahre Glücksbringer im Essen

Naschkatzen sind oft besser drauf als Kalorienverweigerer, denn zuckerhaltige Süßigkeiten heben die Stimmung schnell. Tipp für alle, die Zucker sparen, aber nicht an der guten Laune knapsen möchten: Ein paar Stücke dunkle Schokolade helfen auch schon gegen den Nachmittags-Blues. 

Es muss zudem nicht immer Süßes sein. Der Serotoninspiegel steigt genauso an, wenn man Pasta mit Hühnchen oder Camembert auf Vollkornbrot zu sich nimmt. Anders als etwa bei einem Schokoriegel werden die Kohlenhydrate hier jedoch langsamer in die Blutbahn geschleust. So machen sie lange satt und sorgen für gute Laune. Auch BananenAnanasDatteln und Avocados enthalten den Muntermacher. 

Sogar unser Körper kann Serotonin bilden. Aber er braucht dazu einen Eiweißbaustoff, das Tryptophan. Der steckt in Nahrungsmitteln wie KäseQuarkEiernGeflügelmagerem FleischErbsenBohnenHaferflockenNüssen (besonders in Cashewkernen und Erdnüssen) oder Getreide. Ganz wichtig: Der Glücksbote gelangt nur in Verbindung mit Kohlenhydraten an seine Wirkungsstätte im Gehirn.

Die richtigen Vitalstoffe

Auch Vitamine sind ganz wesentlich fürs Wohlgefühl. Allen voran die B-Vitamine. Erwiesen ist z. B., dass eine gute Versorgung mit Vitamin B 1 dem Winter-Blues vorbeugt. Es steckt in GetreideWeizenkeimenHülsenfrüchten und Nüssen.

Folsäure wirkt ausgleichend auf das Nervensystem. Reich daran sind z. B. BrokkoliSpinat oder Sojabohnen.

Ganz wichtig für emotionale Ausgeglichenheit ist auch das Vitamin B 12. Es kommt praktisch nur in tierischen Lebensmitteln wie FleischEiernFischMilchprodukten und vor allem Innereien vor. Setzt man diese Nahrungsmittel häufig auf den Speiseplan, ist man gleichzeitig gut mit Vitamin D versorgt. Dieser Vitalstoff kann zwar von der Haut gebildet werden, aber nur bei Sonneneinstrahlung. Dies ist im Winter ein Problem, lässt sich aber relativieren, indem man sich trotz Kälte draußen bewegt.

Muscheln und Fisch

In Meeresfrüchten wie Muscheln steckt reichlich vom Eiweißbaustein Tryptophan sowie Kalium und Magnesium. Schon fünf bis sechs Miesmuscheln hellen die Stimmung auf und sorgen für starke und belastbare Nerven.

Auch Fische sind ideal. Sie können weit mehr als nur die Blutgefäße schützen. Gleich mehrere Studien belegen: Wer viel fetten Seefisch isst, hat ein deutlich geringeres Risiko für Depressionen als Fischverweigerer. Verantwortlich machen die Forscher dafür vor allem den hohen Gehalt an Omega3-Fettsäuren. Doch auch zwei weitere Substanzen im Fisch wirken stimmungsaufhellend. Sie gehören zu den Aminosäuren und heißen Tyrosin und Phenylalanin.

Farbe auf den Tisch

Ein weiterer Kick für die Seele sind kräftige Farben, auch beim Essen. PaprikaTomatenMöhrenErbsen – alleine der Anblick heitert einen auf. Wer ein Übriges tun will, sollte zu frischen Kräutern mit ihren wertvollen ätherischen Ölen greifen. Rosmarin schenkt Lebensfreude, Thymian gibt neuen Mut, Salbei macht fröhlich und Petersilie sorgt für positive Gedanken.

Weitere Informationen und tolle Rezepte zum Thema „Happy Food“ findet ihr unter: https://www.daskochrezept.de/magazin/ernaehrung/gute-laune-essen-lebensmittel-die-gluecklich-machen_273643.html