Fass- und Flaschenreife

Nachdem der gesamte Herstellungsprozess abgeschlossen ist, muss der Wein für mindestens ein paar Monate „ruhen“. Dabei geben ihm die sogenannten Feinhefen und teilweise spontane Prozesse, die in dieser Phase ablaufen, den letzten Schliff.

Dies geschieht meist in Stahltanks. Ein Reifeprozess in kleineren Holzfässern (z.B. Barriques mit 225 l Inhalt) beeinflusst die Charakteristik des fertigen Weins dabei in großem Maße: Die durch das „Toasten“ (Ausbrennen der Fassinnenseite) entstehenden Röststoffe verleihen diesen „Barriqueweinen“ ihre charakteristische Holz- und Vanillenote, die bei vielen Weinfreunden sehr beliebt ist. Nach Ablauf der gewünschten oder auch geforderten Zeit im Fass wird der Wein gefiltert und in Flaschen abgefüllt. Auch hier gibt es Mindestruhezeiten, die eingehalten werden müssen, bevor der Wein in den Verkauf gelangt. Dies ist z.B. in Italien und Spanien der Fall, wo bestimmte Lagerzeiten gefordert sind, um höhere Klassifizierungen zu erhalten (Riserva, Reserva, Gran Reserva). Diese können mehrere Jahre lang sein.