e-Gastronomie – die elektronische Mobilitätsalternative

Mobilität bedeutet Flexibilität – auch in der Gastronomie. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen Essen nach Hause bestellen statt Essen zu gehen, muss auch die Hotel- und Gastronomiebranche im wahrsten Sinne des Wortes in Bewegung bleiben. Der aktuelle Trend hin zur E-Mobilität und damit zur Einsparung von Emissionen beschäftigt mittlerweile auch viele Gastronomen und Caterer.

Hört man genauer auf den allgemeinen Tenor, zeigt sich, dass die Mehrzahl der betroffenen Betriebe den neuen Möglichkeiten skeptisch gegenüber steht. “Ich finde kein geeignetes Fahrzeug”, “Die Leistung ist doch viel zu gering!”, “Viel zu teuer. Lohnt sich nicht” – solche und ähnliche Statements hört man von vielen Gastronomie-Betrieben und Caterern, wenn es um das Thema E-Mobilität geht. Wir wollen die wichtigsten Gegenargumente aufgreifen und mit der tatsächlichen Situation vergleichen.

Zu kleines Angebot an Fahrzeugen

Dieses Argument wird häufig angeführt, trifft aber nur teilweise zu. Tatsächlich betrifft dies in erster Linie Elektro-Lastenfahrzeuge für größere Lieferungen, etwa bei Großveranstaltungen. Zu gering sei die Leistungsfähigkeit, zu hoch die Anschaffungskosten und zu wenig entwickelt das Tank- und Parksystem, so der Tenor in der Branche. Allerdings haben die meisten Fahrzeughersteller mittlerweile kompakte Elektrofahrzeuge in ihrem Angebot. Kleinere Lieferungen, z. B. im Rahmen eines Lieferservice, lassen sich mit dem Elektro-Fahrzeug somit bereits problemlos abwickeln.

Reichweite & Leistung sind zu gering

Ein weiterer Einwand, der sich immer noch hartnäckig hält, ist, dass E-Fahrzeuge Reichweite und Leistung nicht an treibstoffbetriebene Fahrzeuge herankommen. Dabei wird oft vergessen, dass beide Werte durch kontinuierliche Forschung und Weiterentwicklung mittlerweile nicht mehr viel geringer sind als bei treibstoffbetriebenen Fahrzeugen – vor allem im Bereich der Kompaktfahrzeuge (z. B. E-Autos, E-Roller).

E-Mobilität rechnet sich nicht

Auch der Kosten-Nutzen-Faktor wird als Grund gegen die E-Mobilität in der Gastronomie genannt. Die Anschaffung eines E-Fahrzeuges sowie der dazugehörigen Ladestation sei zu teuer und stehe nicht im Vergleich zum Mehrwert. Allerdings dürfen dabei Aspekte wie Steuerbefreiungen bzw. -erleichterungen, die Einsparung hoher Treibstoff-Kosten oder Unabhängigkeit von Fahrverboten in Innenstädten nicht außer Acht gelassen werden. Produziert man zudem eigenen Strom, z. B. durch Photovoltaik-Anlagen oder ähnliche Technologien, wird der Betrieb von E-Mobilen sogar noch rentabler.

Fazit: E-Mobilität ist vor allem für kleine Betriebe oder Lieferdienste eine langfristige, nachhaltige Investition, denn E-Mobilität spart Geld, Emissionen und kommt an – auch bei den Gästen.