Cabernet Sauvignon – der Star unter den Weinsorten

Fast 300.000 ha Rebfläche sind weltweit mit dieser beliebtesten aller Rotweinsorten bepflanzt. Ursprünglich aus dem Bordelais stammend hat sie einen beispiellosen Siegeszug rund um den Globus angetreten und fühlt sich offensichtlich auch in den Übersee-Weinregionen pudelwohl, wobei sie ihren typischen Sortencharakter weitgehend beibehält. 

Wie ihr Name vermuten lässt, ist die Rebsorte das Ergebnis einer Zufallskreuzung von Cabernet Franc und Sauvignon Blanc. Charakteristisch sind dominante Noten von Schwarzen Johannisbeeren und anderen dunklen Früchten, manchmal auch an Lakritze und grüne Paprika erinnernd. Je nach Umfeld („Terroir“) und Ausbau hat der Wein ein enormes Reifepotenzial, wobei er im Alter zunehmend runder und zugänglicher wird. In seiner Stammregion Bordeaux wird Cabernet Sauvignon nur selten sortenrein angeboten, da er sich hervorragend zum Verschnitt mit anderen Rebsorten eignet. Am häufigsten findet man ihn als Cuvée mit Merlot und den anderen Bordeauxrebsorten wie Cabernet Franc, Malbec und Petit Verdot. In Übersee wird er auch mit Syrah kombiniert. Fast immer sind diese Assemblagen in ihrer Summe besser als die Einzelweine selbst, was den überwältigenden Erfolg des Cabernet Sauvignon mit ausmacht. 

Da Cabernet Sauvignon eine spät reifende Rebsorte ist, beschränkt sich ihr Anbau auf sehr warme Regionen. Falls ihre Trauben nicht vollständig ausreifen können, ergeben sich daraus Weine, die eine unerwünscht deutliche, vordergründige Note von grünem Paprika besitzen. Deshalb ist sie auch in Deutschland (noch) selten anzutreffen – sie belegt nur etwa 0,4% der gesamten Rebfläche.